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am Schreibtisch ko

Homeschooling oder Wechselunterricht sind mehr als "Lernen zu Hause"!

 

Lockdown bedeutet für viele Familien, dass die Schule als Ort für das Lernen der Kinder und Jugendlichen entfällt. Der Begriff Homeschooling füllt die Medien. 

 

Themen aus verschiedenen Schulfächern gilt es sich selbstständig anzueignen. Das geht nicht ohne Elternhilfe. Der zu erarbeitende Schulstoff, der "Kampf mit Technik und Internet", der eigene Job oder die ganz alltäglichen persönlichen Pflichten werden dann zusammen nicht selten zu einem Berg an Aufgaben und Verantwortung für sie. Schwierigkeiten und Probleme lassen dabei nicht auf sich warten. 

 

Nicht selten sehen sich Schüler einem großen Berg von schulischen Aufgaben gegenüber. Gleichzeitig fehlt das soziale Umfeld, die Interaktion in der Gruppe bzw. Schulklasse, die umgehende Rückmeldung auf ihre Mitarbeit und Vieles mehr in dieser Richtung. Eltern allein können das nicht vollständig ausgleichen.

Die Auseinandersetzung mit dem zu Schulstoff nimmt einen großen Teil des Tages ein ohne, dass ein adäquater bzw. kindgerechter Ausgleich derzeit ausreichend möglich ist. Das betrifft neben dem Fehlen der sozialen Kontakte insbesondere auch den Mangel an Bewegung und den Freizeitausgleich beispielsweise durch Musik, Sport oder andere Hobbies. 

 

Eine Überforderung kann sich einstellen. Unser Rat: Überlegen Sie was veränderbar ist und nutzen Sie Hilfsangebote. Sie sind nicht allein. Möchten Sie uns Ihre Fragen senden? Nutzen Sie einfach das Kontaktformular für Ihre Nachricht an uns.

Was bedeutet das?

Wir haben nachfolgend für Sie einige Vorschläge zusammengetragen, die wir in Abständen ergänzen und aktualisieren. 

 

Junge ausgeschlafen
Alles was gesunden Schlaf stört, stört auch das Lernen

Im Schlaf, da sind sie die Forscher einig, verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse des Tages.

Deshalb ist ausreichender und ungestörter Schlaf auch für das Lernen wichtig.

 

Faktoren wie: Ruhe, gute Lüftung, keine Unterbrechungen, angemessene Dunkelheit spielen ebenso eine Rolle für guten Schlaf wie innere Faktoren. Zu diesen zählen beispielsweise Entspannung, Zufriedenheit und das Gefühl von Geborgenheit.

 

Zudem wirken sich Dinge, die vor dem Zubettgehen passieren, oft stark auf die Qualität des Schlafes aus. Ein aufregender Film, Streit oder Stress beschäftigen nicht nur die Gefühlswelt, sondern wirken in den Schlaf hinein – ganz besonders bei Kindern.

 

Das Gehirn selbst unterscheidet faktisch nicht, was es mit in den Schlaf nimmt.

Wir "füttern" es mit dem, was wir am Tag erleben und auch mit dem, was wir  vor dem Schlafengehen tun. Also lieber die Zeit für ein gutes Gespräch, entspannende Musik , ein kleines Abendritual oder ähnliches nutzen.

Gut geschlafen?  Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind einen guten Tag.

 

 

 

 

Junge mit Schreibblock
"Feierabend"

Vereinbaren sie Endzeiten. Egal, ob der Unterricht am Vormittag zu Hause erfolgen kann oder sie nach der Arbeit am späten Nachmittag oder Abend noch etwas Schulisches mit ihrem Kind erledigen müssen – NIEMALS OPEN END!

 

Wir alle brauchen ein konkretes Ziel - einen geplanten Abschluss von Aufgaben.

Andernfalls ist es mit der Motivation ganz schnell vorbei.

 

 

 

Mädchen vor Tafel
Lernen durch Aktivität

Nur das schriftliche Abarbeiten von Aufgaben ermüdet.

Die Vokabeln x-mal lesen sind noch lange keine Garantie dafür, dass sie auch im Gedächtnis behalten werden. Viele Kinder haben schon einmal in der Schule an einen Lernkompetenztraining oder ähnlichen Thementagen zum Thema „Lernen lernen“ teilgenommen.

 

Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt die Lerntipps auszuprobieren.

 

Mindmaps, Vokabelkarten oder Nacherzählungen? 

Sie werden schnell merken, welche Lerntechniken gut zu ihrem Kind passen.

 

 

Kind an Tafel
Lernen braucht Pausen

Je nach Alter sind Kinder unterschiedlich lange konzentrationsfähig.

Beobachten sie gemeinsam, wie lange es bei ihrem Kind dauert, bis eine Pause oder ein Wechsel der Aufgabe notwendig wird.

 

Tipp: Notieren sie, was sie beobachtet haben.

Diese Beobachtungen können bei der Unterstützung der weiteren schulischen Entwicklung hilfreich sein.

 

Hat das Kind Lernpause - hat auch der Arbeitsplatz Pause.

Das heißt:

  • am Arbeitsplatz lüften,
  • nicht benötigte Dinge wegräumen und
  • zur Pause einen anderen Platz aufsuchen.

Dann gelingt auch der "Neustart" zur nächsten Lernaufgabe.

 

 

Mädchen am Schreibtisch
Arbeitsplatz

Richten sie möglichst einen festen Arbeitsplatz für ihr Kind.

Dieser sollte optimalerweise an die Körpergröße des Kindes angepasst sein, ausreichend Licht erhalten und regelmäßig gelüftet werden.

 

Am Arbeitsplatz unbedingt die notwendigen Arbeitsmittel bereitgelegt werden. Suchen, beispielsweise nach einem fehlenden Lineal, führen zu Ablenkungen und Unterbrechungen des Lernprozesses.

 

 

Los gehts!
Tagesstruktur

Schon seit längerem ist bekannt, dass ein ungleichmäßiger Tagesrhythmus den Körper und mehr belastet. Das wirkt sich auch negativ auf die Denkleistung aus.

 

Unser Rat: Planen sie einen festen Beginn des Lernens. Legen sie diesen so, dass er in den Tagesablauf de Familie gut passt.

 

Wenn beispielsweise ein Elternteil jeden Morgen 8.00 Uhr eine dienstliche Besprechung hat, dann kann zum Beispiel Kind am Ende der Besprechung mit dem eigenen Unterricht beginnen.

Und bitte: Frühstück nicht vergessen! Das Gehirn braucht viel Energie.

 

 

 

 

 

Ostereier
Mandelblüte

 

Lernen in den Ferien
oder nicht ? 

 

 

 

Ferien sind Erholungszeit oder doch Zeit zum Nacharbeiten von schulischen Aufgaben?

Gerade jetzt, wo Ferienfreizeiten nicht stattfinden oder der Urlaub wieder verschoben werden muss, lohnt es sich über die Art der Ferien einmal genauer nachzudenken.

 

  • Fakt ist: Ferienzeit ist Erholungszeit.
  • Fakt ist aber auch: Homeschooling und Wechselunterricht waren (sind) anstrengend und manche Aufgabe noch liegen geblieben.
  • Gleichfalls gilt: Um ein Lernthema richtig zu begreifen, bedarf es auch der intensiven bzw. längeren Auseinandersetzung damit - wofür im Schulalltag vielleicht nicht immer ausreichend Gelegenheit war.

 

Was tun? Ganz sicher gibt es dafür kein Allroundrezept. Aber es lohnt sich zunächst ein paar Fragen zu stellen.

 

Bei noch zu erledigenden Lernaufgaben:

Bis wann müssen die Aufgaben erledigt werden? Und wieviel Zeit wird dafür benötigt? 

Sind sie in einem Zeitblock zu erledigen oder lieber in kleinen Portionen an verschiedenen Tagen?

Oder ist es vielleicht ein bestimmtes Thema, dass immer noch „Bauchschmerzen“ bereitet?

Welche anderen Termine stehen an?

 

Für eine gute Erholung:

Kinder brauchen Zeit zum Spielen, Träumen und Bewegung. In den Ferien etwas anderes zu tun als im Alltag - geht das derzeit?

 

Klären Sie zuerst, was ihnen und ihrem Kind in den Ferien wichtig ist.

Bedenken sie dabei, dass es nach einer belastenden Zeit ein bisschen dauen kann bis sich der Entspannungsmodus einstellt. Sollen beispielsweise die notwendigen Dinge zuerst erledigt werden? Oder ist erst Erholung nötig? Vor allem denken sie gemeinsam mit ihrem Kind darüber nach. Welche Vorstellungen hat ihr Kind? Sprechen sie miteinander! Erklären sie was sie denken und was sie sich davon erhoffen. Hören sie ihrem Kind zu. Nichts ist fataler als ein gut gemeinter Ratschlag, ohne dass er verstanden wird.

 

Unsere Ferientipps:

  • Nutzen Sie die zur Verfügung stehende Zeit für Erholung, gemeinsame Gespräche, Bewegung im Freien und Spiele.
  • Halten Sie für notwendige Lernaufgaben einen geplanten, festen Zeitrahmen ein. Danach gilt das als erledigt.
  • Geht es darum ein bestimmtes Thema zu verstehen, vertiefen sie das durch Alltägliches. Beispielsweise ist in jedem Backrezept Bruchrechnung versteckt. Dabei bleibt Schule außen vor und trotzdem gibt es etwas im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.
  • Versuchen Sie es doch einmal mit  "den Alltag anders tun". Tauschen sie dazu zu Hause die Rolle. Wer macht dann was für eine begrenzte Zeit? Tauschen sie sich dazu aus. Es gibt dabei viel zu entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderungsbedarf als Chance verstehen

 

Der schulische Alltag ist oft eine Herausforderung. Viele Aspekte beeinflussen das Lernergebnis. Was tun, wenn es nicht wie geplant funktioniert? 

 

Zunächst gilt es Wesentliches zu ordnen.  Wie sieht der Wochenplan des Kindes aus?  Dieser sollte altersgerecht gestaltet werden und genügend Freiraum und Anregungen für sinnvolle Freizeit enthalten. Aber auch die Frage "Wer tut was?", ist von Bedeutung.  

Jüngere Schüler werden sicher viele Dinge - sei es beispielsweise die Bearbeitung von Hausaufgaben oder das Einpacken der Schultasche- gemeinsam mit ihren Eltern erledigen. Etwas ältere Schüler schaffen das eher selbstständig und die Eltern prüfen gemeinsam mit dem Kind, ob alles vollständig ist. Und noch ältere Schüler können weit mehr Eigenverantwortung übernehmen und besprechen schon ihre Erlebnisse dazu mit den Eltern. Vergessen Sie nicht: Ein Lob kann Wunder bewirken.

 

Und natürlich gilt: Bei Schwierigkeiten rechtzeitig helfen. 

Die Herausforderung für Eltern ist dabei zu erkennen, wieviel Hilfe tatsächlich nötig ist. Was ist zu wenig? Was ist zu viel?

 

Die beste Antwort gibt Ihnen Ihr Kind !

Schauen sie genau hin und sprechen Sie miteinander.

Unser Rat:  Helfen Sie ihrem Kind es selbst zu tun.

 

Gab es in der Vergangenheit Schwierigkeiten ? Immer wieder die gleichen Stolpersteine?

Überlegen Sie gemeinsam: WAS wollen wir ändern? Und und WANN ändern wir es? 

Als Erwachsene haben Sie dabei die Verantwortung, das richtige Maß zu finden. So steckt in der Änderung die Chance zur Verbesserung.

 

 

 

Kontakt
 

Lern-Therapie-Zentrum Falkensee
Pia Lau
Bahnhofstr.64
14612 Falkensee

Tel.: 03322- 400 545

 

 
 
Frosch
Wussten sie schon, dass ...
 

die Angst vor dem Versagen uns stärker am Lernen hindert als der Misserfolg selbst?